
LESEN IM BURCH DER TÜRKÝSCHEN LANDSCHAFT
So verschieden wir Menschen auch sein mörgen,alle teilen wir ein gemeinsames Los auf dieser Erde,indem wir unsere Umwelt gestalten und selbst von ihr gestaltet werden.
Als Menschen würdigen wir,daß die Landschaft und
gegenvärtigen Versuche und Erfahrungen unseres Dasein ermöglicht und
gleichzeiting reflektiert.Die Landschaft spricht wie die Musik die Sprache des
Universums.Dem einfühlsamen Betrachter liegt dabei die Schönheit des Ganzen klar
vor Augen,aber was bedeutet das alles für einen unerfahrenen Beobachter? Für die
Einheimischen ist Landschaft das Leben als solches.
Sie ist vertraut und selbstverständlich bis zu dem Punkt,an dem ihre Gefährdung oder Zersttörung beginnt.Kenntnisse(und Erkenntnisse) darüber sind individueller Natur und rein gefühlsmäßig.Andere,Außenstehende,beginnen,sich mit der Landschaft auseinanderzusetzen,
um ein Gespür dafür zu enwikkeln.Schließlich kann jeder
Reisende die Lebensabschnitte,die die Landschaft reflektiert,wahrnehmen und sich
ihre reiche Bedeutung versinnlbildichen.Es ist uns ein Bedürfnis,Sie zu Beginn
Ihres Türkei-Aufenthaltes den richtigen Blickwin
kel zum bestmöglichen
Verständnis der türkischen Landschaft gewinnen zu lassen und Ihr Interesse an
ihr zu erwecken.
Gehen wir doch einmal der Reihe nach vor:was versteht
man eigentlich unter Landschaft?Das eine Frage des Standpunktes.Mit den Augen
eines Naturforschers oder Geographen betrachtet,ist eine alle natürlichen
Quellen und Bodenformen umfassende Natur.Diese Landschaft ist aber auch von
Kultur und Geschichte geprägt,die sich in den Siedlungsstrukturen der Städte und
Dörfer widerspiegelt,wo Architektur und Kunst den Zeitenlauf und einschneidende
geschichtliche Begebenheiten symbolisieren.Sie beinhalttet auch den Dienst am
Menschen,dem sie Lebensunterhalt und Lebensraum bietet.Schießlich ist sie auch
der Spiegel,in dem Ideologien,Lebensauffassungen,Zeitgeschmack und Anzeichen
künftiger Änderungen erschheinen.Alle diese Eigenschaften prägen das eigentliche
Antlitz der türkischen Landschaft.Bevor
wir im einzelnen auf sie eingehen,muß
folgendes hervorgehoben werden: in der Türkei werden Sie einer unvorsttellbaren
natürlichen,kulturellen,geschichtlichen,wirtschaftlichen und ideologischen
Vielfalt begegnen.
Das dürfte für den erfahrenen Reisenden allerdings keine besonders aufregende Feststellung sein.Schließlich ist Vielfalt aller Art eine selbstverständliche Eigenschaft aller bekannten Ferienziele.In der Türkei nimmt diese Vielfalt in Bezug auf den ständigen Wechsel der Szenerie jedoch ein Ausmaß an,das auch das erfahrene Auge immer wieder fasziniert.
Manche empfinden türkische Landschaften als eine”..Kakophonie von Geräuschen und Gerüchen..”Offenbar braucht der Reisende Unterstützung,um seine Sine für eine unsa uf ihre Weise völlig logisch und schön erscheinende Landschaft entwickein und ihre Einzigartigkeit und,Harmonie genau wie ein vertrautes Gesicht in seiner Stimmungsschwankkungen wahrehmen zu können.
DIE TÜRKISCHE LANDSCHAFT
Die Landschaft der Türkei
gleicht einem herrlichen,Jahrhunderte altem Kelim,desen in allen Farben
leuchtende Motive über die Zeiten hinweg zu höchster Vollendung greift sind.
Bei eingen häßlichen Flecken auf diesem Meisterwerk in From verkarsteter Landsriche und nackter Berge rufen Sie sich bitte in Erinnerung,daß durch dieses Land so viele Völker und Heersharen gezogen sind wie sonst nirgendwo auf der Welt.
Genau wie in der Vereinigten Staaten überziehen alle
Arten geographischer Zonen das Land.Bei einem Schnitt von Ost nach West begengen
Ihnen rauhe,schneebedeckte Berge mit
langen,kalten Wintern;Hochebenen,wo die
Frühlingszeit mit ihrem überwältigenden Reichtum an wilden Blumen und den
talwärts rauchhenden Bergbächen in den kurzen Hochgebirgssommer übergeht;Hügelketten
und Steppen;Weizenfelder,soweit das Auge reicht; die am Himmel aufsteigende
Sone,die steilen Feslen, die sich bei Sonnenaufgang mit goldenen,violetfen
samtgrauen Farbönen schmücken; magische Landstriche mit Feenkaminen und
Berghängen voller Höhlen;warme,fruchtbare Täler zwischen reich begrünten
Berghängen die zu der mit ihren vielen Buchten einer Häkelspitze gleichenden
Küste der Ägäis hinabziehen.Alle vier Jahreszeiten,Topografhie und Natur in
jeder Gestalt mit Ausnahme der Polargebiete und des Regenwaldes finden Sie in
diesem Land.
Ein weiterer Schnitt,diesmal von Norden nach Süden:die
von den nordanatolischen Bergen umgebenen Nuß-Mais-und Teeplantagen(der Genuß
von Tee wird auch für Sie zum sich mehrmais täglich wiederholenden Ritual werden),die
die neblig-mildwarmen Schwarzmeerküsten zieren;serpenttinenreiche Straßen führen,begleitet
von atemberaubenden Ausblicken auf das wilde Schwarze Meer mit seiner reichen
Unterwasserwelt,über steile Pässe und Hochalmen die Südhänge der Berge hinab
vorbei an Obstplantagen und münden in die riesige Konya-Ebene;das Taurusgebirge,dichter
Nadelwald,struppiges Maquis,Lorbeer und Oregano am Mittelmeer;in östlicher
Richtung vorbei an Bananenplantagen und Baum –wollfeldern und nördlich von
Syrien die einsamste Gegent der Türkei.Die Erde wird Ihnen dabei ihr
formenreiches Gesicht,das viele Zivilisationen in Einklang mit der Natur
gestaltet haben,in allen Farbtönen zeigen.Kurz:alle zwei bis vier Stunden werden
Sie sich in einer anderen Szenerie mit anderer Flora und Fauna wiederfinden.Das
Landschaftsbild zeigt die Eigenschaften der drei Kontinentez
Europa,Asien und
Afrika.Die Artenvielfalt übertfft die aller enderen Länder im Bereich des 40.Breitengrades
Sie ist ohne Zweifel auf die Vermischung der vielen Tier-und Pflanzenarten
zurückzuführen,bevor,sich die Landmasse in der geologischen Geshichte teilte.Die
Zugvögel auf ihrer Wanderroute erinern zweilmal im Jahr an den Rhytmus der Natur.Schwalben-und
Storchenschwärme bieten dem Betrachter auf dem Çamlýca-Hügel in Ýstanbul ein
herrliches Bild.Flamingos nisten in den Flußtälern der Ägäisregion und des
Mittelmeergebietes.Sollten Sie zufällig einmal in Dalyan(oder an einem anderen
der türkischen Mittelmeerstrände) sein,sollten Sie wissen,daß Sie die Dünen mit
der
liebenswerten,secheuen und uralten Meeresschildkröte teilen,die um diese Zeit hier ihre Eier ablegt.Der Strand muß deshalb nachts im Dunklen liegen,und Sie solten mit Rücksicht auf die bald ausschlüpfenden kleinen Lebewesen vermeiden,im Sand zu wühlen.
Die Türkei mit ihrer reichen Flora und Fauna für
Getreide und Zierpflanzen ein genetisches Zentrum.Fast alle Kulturtulpen wurden
in der Turkei gezüchtet und im 1600 nach Wien gebracht.Die Tulpe avancierte in
der nach ihr benannten historischen “Lale Zamaný”(Tulpenzeit),zur beleibtesten
Blume Hollands und Englands,wo 1643 die”Tulpomanie”ausbrach.
Auch belibte Kernobstsorten wie die Kirsche,die Aprikose,die Mandel und die Feige stammen aus der Türkei.Unserve Vorfahren sollen von verschiedenen Teilen des Erdballs stammen,in erster Linie jedoch aus Afrika.Aber wie dem auch sei-das klassiche Bild von Adam und Eva,
bekleidet mit dem berühmten Feigenblatt,gibt der Überlieferung,in der Türkei habe der Garten Eden gelegen recht..!
DIE HISTORISCHE UND KULTURELLE LANDSCHAFT
Die Natur der Türkei mit
ihrem vom Menschen geformten Gesicht ist von der Kultur und Geschichte des
Landes nicht zu trennen.In den meisten abgelegenen und unberührten Teilen der
Türkei spürt der Besucher,daß an dieser heute unwirtlichen und verlassenen
Stelle einst eine hohe Kultur bestanden hat.
Schließlich ist diese Landshaft seit mindestens 12.000 Jahren die Heimat vieler Zivilisationen mit einem regen Land-und Stadtleben,deren Bewohner unterschiedlicher Herkunft zu verschiedenen Zeiten in Wellen kamen und sich mit den vor ihnen gekommenen vermischten Noch wichtiger ist,daß diese Landshaft von 2000 v.Chr.bis 1500 n.Chr.Zentrum von Weltkulturen war.Die Interpretation der heutigen Weltzivilisation sollte deshalb mit dem Verständnis für das beründet werden,was sich in dieser Landschaft in den vergangenen Jahrtausenden niedergeschlagen hat unda us den Überresten altertümlicher Baumonumente spricht.
Bis zur Ankuft der modernen Zeit(die in der Turkei mit
dem konzentrierten Ausbau von Schnellstraßen in der fünfziger jahren begann),war
diese Landschaft so beschaffen wie über alle jahrtausende zuvor.Wenn Sie das
Model eines Houses aus einer der ersten
stadtähnlichen der Welt um etwa 7000 v.Chr.im
Ankaraner Museum für anatolische Zivilisationen bewundern,wird Ihnen die
Ähnlichkeit zwischen diesem Prototyp und anderen Häusern,an denen Sie auf Ihrem
Weg ins Museum vorbeifahren,auffallen.
Wie in allen seit langem zivilisierten Gebieten sind
Techniken und Modelle bis in die heutige Zeith durch Überlieferung erhalten
geblieben.Warum sollte etwas,was sich bewährt hat,verändert werden? Die in Asia
minor,sprich Anatolien,sprich Türkei,vorhandenen Siedlungsmodelle sind mehr oder
wenig
er dieselben wie damals.Es ist auch durcaus möglich,daß die Straße,auf der
Sie reisen,diejenige ist,auf der einstmals eroberrungsüc-htige Horden,vagabundierende
Normaden,tabfere Krieger von Ost nach West marschierten;
Farbenprächtige Krawanen zogen;Nachrichtenüberbringer
und Geheimkuriere galoppierten; der Heilige Paulus mit seinen jüngern wanderte;die
Sufis gingen,um ihre mystischen Erkenntnisse zu verbreiten.Anmutige Aquaedukte,von
den Römern erbaut,um überhaupt ein städtisches Leben zu ermöglichen,Hundderte
von Brücken des großen Architekten und Baumeisters Sinan,die heute noch einen
sicheren Waren-und Personentransport gewährleisten seldschukische Karawansereien
aus dem 12.Jahrhundert,die dem Reisenden,seinen Tieren und Gütern Schutz boten.Sie
können heute sogar wieder in einer Karawanserei
übernachten:einige wurden zu
komfortablen Hotels umfunktioniert.
Und dann kommen die großen Namen aus der Geschicte-prächtige Städte wie Troja,Pergamon,Ephesos,Milet, Priene, Aphrodisisa, Heracleia, Counos,Perge,Aspendos,…alle an der Küste gelegen,mit Prachtbauten und-plätzen,am stadtrand das traditionelle Amphitheater,meistens am Hang und mit einer überwältigenden Aussicht auf das Meer und den Strand,von dem die Einheimischen wieder und wieder erzählen,daß einst Kleopatra dort gebadet habe..
Das anatolische Hinterland vermittelt tiefe Eindrücke
von alten Zivilisationen.Hier herrschten
Hatti,Hethiter,Phryger,Lyder,Karer,Urartäer,die
sich mit Ägyptern,Persern und Assyrern vermischten und seinem von Schicksal,das
alles,was er anfaßte,zu Gold wurde oder der vom Gordischen Knoten,den Alexander
der Große mit einem Schwerthieb durchtrennte,was ihm laut Orakelspruch den Weg
zur Weltherrschaft bahnen sollte,weiter leben.Und dann die kleineren Stätten,sowohl
sakrale als auch profane:Klöster,Grabmäler lokaler Heiliger,Helden, Schauspieler
und Dichter,Moscheen, Stadtmauern, Burgen, Wohnhäuser hoher Würdenträger,Quellen
von besonderer Bedeutung.Friedhöfe..Die Hügel sind
mit unzähligen Keramik-und
Tonscherben durchsetzt.In den Mauern neuerer Gebäunde erscheinen Marmorkapitelle
und-stufen,Säulen und Friese aus der Antike.Kinder spielen,Schafe weiden auf mit
antiken Überresten durchsetztem Boden.Noch bis vor kurzem wurden die
Höhlenkirchen und –häuser in Kappadokien als Vorratslager und Taubenschläge
gebraucht.Die Aufbewarung und der Schutz antiker Werke in der Türkei weist
einige Schwierigkeiten auf.Fachleute schlagen die Hände über dem Kopt zusammen.Sollte
vielleicht die ganze Bevölkerung, nur als Wachpersonal konservierter Artefakte
dienen, ohne an dem stetigen Evolutions-und Erneuerungsprozeß teilzunehmen?
Was oft nicht notiert wird
bei den hektischen Sprüngen von Ruine zu Ruine, von
Museum zu Museum, ist, daß
die Geschichte heute und wie in den weiteren Tag in jeder Landschaft und wie in
den ‘guten,alten’ Zeiten sowohl in der ländlichen als auch in der städtischen
Türkei, lebendig ist.Das gilt natürlich nur, wenn man bereit ist, den Sinn der
Geschicte als ‘way of life’ zu akzeptieren und nicht in Form von Steinsammlungen
und sonstigen Überresten.Sie sollten wissen, daß man zwar die einleitend
genannten Stätten gesehen haben sollte, aber bitte bemühen Sie sich auch um die
kleinen Enklaven der ‘typischen Türkei’- immer noch vorhanden sowohl in den
Großstädten als auch in entwickelten Küstengebieten und versteckt hinter der
ganzen Fremdenverkehrshektik-denn sie verkörpern die wahre Türkei.
DIE TÜRKISCHE GROSSTADT
Die meisten Türkeibesucher landen auf einem der internationalen Flughäfen in Ýstanbul, Ankara oder Ýzmir.Alle drei Städte sind geprägt von einer einzigartigen Geschichte und nicht zufällig grße zentren geworden.
Seit der
Gründung der türkischen Republik nach dem Ersten Weltkrieg entwickelten sie sich
zu designierten Zentren de sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Wachstums.Außer
ihter Eigenschaft, industrielle und kommerzielle Ballungszentren zu sein, haben
sie eine sehr alte Bildungstradition mit hervorragenden Universitäten, Theatern,
Konservatorien, Konzertgebäuden und Schulen.Künstler, Schauspieler,
Journalisten, Dichter und Schriftsteller hocken in ihren Stammkneipen.Die Jugend
erörtert in Kaffeehäusern und Lesehallen Alternativen für die Zukunft des Landes
oder konsumiert die Früchte der Moderne.Die Intellektuellen haben ihre
revolutionären Ideen der sechziger Jahre auf die klassische Frage: “Was wäre,
wenn…?” reduziert, die sie nun ausgiebig bie Wein und Bier diskutieren.Sie sind
zugänglich, tolerant, viel gereist, sprechen mindestens eine Fremdsprache, sind
immer breit, über ihre Ansichen zu diskutieren und können Ihren Reisen sein.Allerdings
sollten Sie wissen, daß sie tiefim Herzen gemeinsame Werte mit allen türkischen
Menschen teilen, wenn es um
Familienzusammenhalt, Loyalität dem Land und der
Gesellschaft gegenüber, Gastfreundschaft, Fairness und Achtung vor Traditionen
geht.
Dem Besucher bieten sich neben vielen Museen und berühmten historischen und natürlichen Sehenswürdigkeiten ein attraltives Nactleben und viele Einkaufsmöglichkeiten für Silberund Kupfergegenstän Goldscmuck und Teppiche an.Das alles in den Schatten stellende Ýstanbul müßte natüelich in diesem Fall separat behandelt werden.
Die großen
Städte sind hervogénd geeignet, um alle Fein-und Besonderheiten der Türkischen
Küche auszuprobieren.Man läßt sich eine reiche Auswahl “meze” (katle Vorspeisen)
gefolgt von einem warmen Hauptgericht, munden.Das Tischgesräch beginnt in den
meisten Fällen in geradezu übermütiger Stimmung und endet generell mit dem
Rezitieren mystischer Verse und Reminiszenzen an die gute alte Zeit (wozu das
türkische Nationalgetränk “Raký” nicht unerheblich beiträgt!.)
Merken Sie sich auf jeden Fal den Besuch eines guten Restaurants vor.Sie werden es sicher nicht bereuen.Die Türkischkeit und Exklusivirät ist allenfalls mit der Französischen und der Chinesischen vergleichbar.
Die türkiche
Großstadtbesteht aus der Altstadt, der Neustadt, Trabantenstädten und organisch
wascsenden Dþedlungen an der
Peripherie.Die meisten Besucher bevorzungen die
Erforschung der Altstadt, die Besichtigung der alten Burg-und Mauerreste, den
Bummel in den engen Gassen, die jede fürsich einem Handwerkerstand gewidmet sind
oder einer Gilde, den Kupferschmieden, den Hut-und Schuhmachern, den Schneidern,
Gewürzund Werkzeughändlern, Korbmachern und Besenflechtern.
Von Belgrad
bis Damaskus weren die großen Städtedes Osmanischen Reiches verwalttungsmäßig in
Stadtvierteilt,in denen verschiedene Gruppen-oft ethnische oder religiöse
Minderheithen-lebten und arbeiteten.Diese Viertel waren durch städtische
Dienstleistungen wie Feuerwehr,Polizei,Verwaltung u à.Im Zentrum der Altstardt
trafen sich früher die Bürger in Nähe der Verwalttungs-und Kulturgebäude sowie
Moscheen,gingen ihrer Tätigkeit nach oder saßen im Kaffeehaus,erfreuten sich
der Sicherheit und Freiheit im ihrem Staat und erörterten politische und
sonstige Ereignisse.
In den Zentren alter Städte stehen Kirchen und Synagogen,Moscheen und Missionschulen Seite an Seite.Moderne Stadtviertel mit ihren auf der ganzen Welt gleich aussehenden Hochhäusern.
Luxusgeschäften Pizzerias u.s.sowie die Einführung großer Wohnblocks brachten
eine einschneidende Veränderung in das Leben der Türken.Die nachbarschaftlichen
Bindungen von Haus zu Haus beschränken sich heute auf die von Wohnung zu Wohnung.Die
kleinen ein-bis dreistöckigen,in Gärten gelegenen Häuser mußten großen
Wonnsilos Platz machen,in die sich oft zwölf und mehr Familien einkaufen.Probleme,die
aus
gemeinsam zu tragenden Heizungs-und Wartungskosten u.ä.entstehen,rufen oft
ernste Unstimmigkeiten hervor.Innerhalb nur dreier Jahrzehnte ist ein äußerst
kompliziertes Wohnmodell gespickt mit Gesetzen,Regeln und Verwalttungsmaßnahmen
enstanden.Das Leben in den Hausgemeinschaften wurde zum Objekt zahlreicher
Sketche und Fernsehseiren.Das alte türkische Spricwort”Bevor du ein Haus kaufst,gewinne
den Nachbarn !” ist mehr denn je aktuell.
Zum Teil recht
Hochhäuser,manche mit einem Resentückchen davor,säumen die von einer chaotischen
Geschäftigkeit und ebensolchem Verkehr erfüllten Straßen.Machen Sie aber bitte
nicht
den Fehler,anzunehmen,daß sich das Chaos bis in das private Heim erstreckt.Die
türkische Wohnung ist immer tedellos aufgeräumt und sauber(einschließlich der
Teenagerzimmer)
Zusätzlich zu den vielen Einzelhandelsgeschäften in den Erdgeschossen der Wohnhäuser gibt es fast in jedem Stadviertel einen Wochenmarkt.Sollten Sie auf Ihrem Streifzug durch die Stadt einem solchen begegnen-bitte,nehmen Sie sich etwas Zeit.Gehen Sie über den “Basar”und lassen Sie sich von dem überbordenden Angebot begeistern.Nach dem Besuch eines türkischen Boutique vorkommen.Auf jeden Fall müssen Sie den Geshmack des Obstes erproben.
Die
Bevölkerung der sich an der Peripheire der großen Städte ausdehnenden”Über Nacht
gebauten Häuser”(auch’Dorfstädte’genant)
beträgt etwa %60 der gesamten
Stadtbevölkerung.Die Menschen,die hier leben,sind in der Hoffnung auf eine
Verbesserung ihrer Lebensbedingungen vom Lande in die Stadt gezogen.Diese
Ansiedlungen dürfen aber keinesfalls mit den Slums in Amerika oder den Barrios
in Südafrika verglichen werden sondern sind die genialeGürundung von Menchen,die
in einem Landidas im Rennen um den Eintritt in den Eliteclub der westlichen
Industrieländer eine der höchsten Verstädterungsraten der Welt aufweist,versuchen,einen
Wohnraum zu finden.Es handelt sich dabei generell um
Großfamilien,von
denen oft jedes Mitglied irgendeiner Tätigkeit nachgeht.Obwohl die Siedlungen
zum Teil nicht vollständig an das Netz Städtischer Dienstleistungen
angeschlossen sind,haben sie doch fast alle Strom und die obligatorische
Fernsehantenne auf dem
Dach.Sie sind nicht von Armut und Hoffnungslosigkeit
geprägt,sondern,im Gegenteil,vom Willen zu Aufstieg.Und außerdem liegen sie im
Gegensatz zu dermodernen Stadtbesiedelung noch in Gärten mit vielen Bäumen.
Lassen Sie mich mit der Feststellung abschließen,daß die türkische Großstadt nach Einbruch der weslichen Hemisphäre.
DIE ENTWICKLUNG AN UNSEREN KÜSTEN
An den türkischen Küsten werden wichtige Erfahrungen gesammelt.Neue Bauwerke aller Größen und Formen,manche beispielhaft,manche leider nicht,werden Ihnen begegnen.
Jedoch die Dichte der Bebauung ist weitaus geringer als
an der westlichen Mittelmeerküste.Der Grand der Übervölkerung und
Umweltverschmutzung ist mit dem anderer Mittelmeerregionen keinesfalls zu
vergleichen.
An langen Küstenstreifen mit feinstem Sanstrand liegen
neben schönen touristischen Anlagen Komplexe mit Zweitwohnungen,die man zum Teil
auch mieten kann.Dazu kommen die vielen Feriendörfe
r an der populären Sonenroute
wie zum Beipiel in Kemer bei Antalya.Die Bewohner der kleinen Küstenstädtchen
und-dörfer legen während der Fremdemsaison ihre eigenen Arbeiten meistens
beiseite und arbeiten in den kleinen Hotels und Pensionen im Dienste des
Fremdenverkehrs.An der ganzen Küste liegen in sauberen Buchten Yachthäfen von
internationalem Standard.Die Ferienziele des Landes kommen jedem Urlaubertypus
entgegen: vom Scheich eines kleineren Reiches bis zum europäischen Sophistiker;vom
Manager bis zur jungen Kleinfamilie,von dem nach einer neuen inneren
Befriedigung suchenden Yuppie bis zum überzeugten Naturfreund.Jedoch sollten Sie
auf jeden Fall mit Ihren türkischen Bekannten oder Freunden,die Ihnen mit
größter Begeisterung Rat geben werden,Kontakt aufnehmen.Und bitte,vergessen Sie
eines nicht:Die türkische Küstenlandschaft ist immer noch natürlich und “unpoliert”-erwarten
Sie keine”Tiffany”-Auslage.
DIE ALTE TÜRKISCHE STADT
Türkische Städte sind überwiegend an den alten Handelswegen für Seide und Gewürze gegründet worden.
Ihre Architektur widerspiegelt swohl die regionalen
Bedingungen als auch den einer fortschrittlichen Bautradition entsprechenden
städtischen Stil.Neben ihrem ureigenen Charakter haben sie alle eine Burg,einen
zentral gelegenen Hauptplatz,einen oder mehree
Moscheenkomplexe mit Medresen und Sozialgebäuden,türkische Bäder in bestimmter Anzahl,die in den “Meydan”(Hauptplatz) einmündenden Gassen der Handwerker und Logen sowie Wohnhäuser,die in den meisen Fällen einen Innenhof haben.
Die Türken sind begeisterte Fußballfans.Die Straßen sind voll kickender Nachwuchsstars(!) im Volks-bis Hochschulalter.Am Rande des von Ahornbäumen überschatteten Hauptplatzes das”Kahve”,diese aus dem Leben eines Türken nicht wegzundenkende Stätte der Begegnung,des Gedankenaustausches,der Freundschaft,erregter Diskussionen und philosophischer Betrachtungen,das im 16. Jahrhundert infolge einiger von den türkischen Truppen nach der Belagerung von Wien vergessener Säcke mit Kaffebohnen als”Café “ seinen triumphalen Eroberungszug durch durch Europa antrat.

In diesen Städten führe man eine elitäre Existenz zusammen mit eigenen Kulturwerten und hinterließ uns die schönsten Beispiele türkischer Architektur,Folklore,traditioneller Kunst,des Handwerks und der Kochkunst.
Der Volksheld Köroðlu;der mit schlichten Worten den tiefen Sinn der Menschlichkeit erklärende mystische Yunus Emre;der mit geistreichen Späßen dem Volk aufs Maul schauende Nasreddin Hodscha-immer noch gerne zitiert-das waren die Menschen,die in diesen Städten lebten.
Mit den “Orta Oyuncularý “ (Lainschauspieler),den Märchen-und Geshichtenerzählern (Meddah),den Marionetten-und Schattenspielern entstand hier die echte Theatertradition.
Aufgeführt wurde an staatlichen und religiösen
Feiertagen,auf Hochzeiten,Volksfesten,an Feiertagen und bei
Beschneidungszeremonien,in Rast-Kaffee-und Wohnhäusern.Bei allen traten Märchen-und
Geschichtenerzähler auf,die ihre
Erzählungen oft auf der Trommel untermalten und
mit lebhafter Mimik und Gestik begleiteten;oft gingen Gesang und Tanz ineinander
über.Der Instinkt des türkischen Volkes für Dramatik und deren Rolle im
täglichen Leben kommt im “Orta Oyunu”,dem türkischen Gegenstück zur
italienischen Commedia d’ell Arte,und im Schattenspieltheater “Karagöz” zum
Ausdruck.Wann immer sie Zuschauer fanden,improvisierten die Laienschauspieler
fröhlich darauflos,indem sie Steuereinehmer,Nachtwächter,Schatzjäger und
Erbschleicher,den Gegensatz zwischen Intellektuellen und gemeinem bekannter
Persönlichkeiten als die kulturelle Vielfalt vertetend aufs Korn nahmen und
damit zum Weiterbestand einer liebenswerten Koexistenz beitrugen.
Die türkische Stadt verlebt ihren “Urlaub”wie eh und je.Sie
können das Glück haben,die Ältesten der Stadt an Feiertagen zu traditioneller
Volksmusik tanzen zu sehen,einem Ölringkampf,begleitet von Trommel-und
Flötenmusik,oder auch einem Karagöz-Schatttenspiel,dem immer noch beliebtesten
Unterhaltungssujet bei Beschneidungszeremonien,beizuwohnen.Schöne alte Städte
wie Balýkesir,Çanakkale,Amasya,Safranbolu,Tokat,Nevþehir,Diyarbakýr,Urfa,Mardin
und noch viele andere,die sich organisch gewachsen harmonisch in ihrem Weg zur
Küste oder zu den antiken Stätten liegen.
DAS TÜRKISCHE DORF
Entlang der Schnellstraßen an den Hängen der Hügel liegen kleine Dörfer mit schlanken Minarettenvon weitem aussehend wie mit dem Pinsel hingetupft.
Genau wie die Stadt reflektiert auch das Dorf den
regionalen Charakter.Die Häuser an der Mittelmeerküste sind aus Stein,der die
Farbe des Himmels annimmt,wern die Sone am Horizont versinkt.In höheren Lagen
kommt Fachwerk auf.Holzkonstruktionen in temperierten Zonen geben den Weg frei
für lehmgefülltes Facwerk und weiter im Landesinneren fürsonnengetrocknete
Lehmzigel.Interessante und fremdartige Bauten werden Ihnen auffalen:überkuppelte
Zisternen,Rundhäuser,Erdöfen..
Die Häuser in den Bergdörfen am Schwarzen Meer liegen weit verstreut,die Döfler verständigen sich mit grellem Singsang und Gejodel untereinander,das Echo ruft zurück.
Die türkischen Nomaden im Süden des Landes erleben das ganze Jahr Frühling:auf den Hochebenen in den Bergen im Sommer bis zum Frühherbst,im Spätherbst und Winter in der Ebene.Ihre großen Zelte können Sie schon in den Museen bewundern oder auch noch in einem Schutgebiet in der Nähe von Muðla.
Eine großartige Gelenheit bietet sich dem Geschichtsbege,sterten
mit einem Besuch eines der kleinen Dörfer,die Bursa umgeben,zum Beispiel
Cumalýkýzýk,mit vielen guterhaltenen osmanischen Gebäuden aus dem frühen 14.Jahrhundert.Hier
kann man original türkische Häuser mit holzvergitterten Erkerfenstern,mit
Wirtschaftsräumen,die in den Innenhof führen,und die Zimmeraufteilung im aweiten
Stockwerk sowie das Besiedlungsmodell mit seinem verwickelten Straßennetz
untersuchen.Davon abgessehen verfügt ein typisches Dorf über einen Hauptplatz
mit einer Moschee,einer Schule,einer Gemischwarenhandlung und dem
obligatorischen Kaffehaus,einer Domäne der Männer,die hier Weltpolitik und
Wechselkurse erörtern;der
Dorfbrunnen und seine Umgebung nebst Wohnbereich liegt
fest in weiblicher Hand.Dörfer auf Eseln und Traktoren werden Ihnen begegnen.
Autgegen der allgemein verbreiteten Auffassung gehören Kamele nicht zum Tierbestand eines Bauernhofes und werden auch nicht als Transportmittel benutzt.Diejenigen Tiere,die diese Mär immer wieder festigen,stehen im Dienste des Fremdenverkehrs und sind halbe Haustiere.
Der türkische Dorfbewohner,der die Kultur und Kunst in
all ihren Zweigen wesentlich beeinflußt,konnte über alle Jahrhunderte hinweg
seine Besonderheiten wahren.In jeder Region,ja in jeden Dorf ist die Folklore
von spezifischen Eigenheiten geprägt,die zahlenmäßig ausgedrückt an die 1500
Nuancen aufweisen und überwiegend die Kräfte der Natur,die Tiere,das
Alltagsleben,Einberufungen u.s.w. dramatisiert.Folklore in ihrer angestammten
Umgebung zu bewundern,dürfte nicht immer möglich sein.Sie sollten ihr aber
zumindest bei regionalen Festen ein bißchen Zeit einräumen,es lohnt sich.
DIE PRODUKTIVE LANDSCHAFT
Sonne,Antike-mitten im arbeitenden Land.Industrielle Bodennutzung liegt im erbitterten Kampf mit der landwirtschaftlichen und drängt fruchtbares Ackerland immer weiter zurück.
Aber die länliche Gegend weitet den Erfahrungsschatz des
Reisenden,sie strahlt Ruhe und Gelassenheit aus.Hier ist das Land des
Weizens,was
den köstlichen Geshmack des frisch gebachkenen türkischen Weißbrotes erklärt.Obstplantagen,Weinberge,Felder
mit reicher Ernte:großäugige Kühe,sanfmütige Schafe,umsorgt von Hirten,die ihrer
Flöte wehmütige Töne entlocken.Die Vielffalt des Agrarangebotes trug erheblich
zur Feinheit der Türkischen Küche bei.Daneben findet im ganzen Lande ein
angestrengter Aufforstungsrozeß statt.Neben den üblichen Reklameschildern
beiderseits der Schnellsraßen presien großformatige Plakate die Bedeutung des
Waldes und warnen von dem leichsinnigen Umgag mit dem Feuer.
Das schnelle Tempo der Industrialisierung wird durch die
vielen Fabriken an den Seiten der großen Straßen gegenwärtig.Man kann nur noch
den Kontrast zwischen dem Leben in den industriellen und kommerziellen Zentren
und in den ländlichen Gegenden zur Kenntnis nehmen und barüber nachdenken,wie
sich diese Polarisierung in Zukunft auswirken wird.
Diese Landschaft bildet die Lebensgrundlage für über sechzig Millionen Menschen und deren Wünsche,die ein vielfaches dieser Zahl betragen.Das meterielle Wunschdenken der Bevölkerung in Einklang mit ihrer tiefverwurzelten Auffassung vov Lebensqualität zu bringen ohne dieses geschichtsrächtige Land allzusehr zu verletzen ist eines der größten Probleme des Landes.
IDEOLOGISCHE UND MODISCHE STRÖMUNGEN
Eine der stolzesten Leistungen der Republik war die Einführung der Gleichberechtigung der Frau in der neuen sozialen Ordnung.

Die spürbare Modernisierung hat eigentlich schon im osmanischen Reich begonnen.Erste Reformen betrafen die Armee.Die traditionelle Militärkapelle der Osmanen und zugleich die erste ihrer Art überhaupt,das “Mehter Takýmý”,wurde durch eine moderne westliche ersetzt.
Westliche Kunst-und Kulturformen durchsetzten die kulturelle Elite und üben ihren Einfluß sowohl auf die traditionelle klassiche Kunst,Musik und Literatur als auch die Volkskunts aus.
Das Parlamentarische System wurde vor über hundert Jahren eingeführt.Eine zeitgemäße laizistische Verfassung und gewaltige Reformen auf breiter sozialer Basis wurden von Mustafa Kemal Atatürk,dem Führer der türkischen Freiheitsbewegung nach dem Ersten Weltkrieg und erstem Präsidenten der neuen Pepublik,eingeführt.Säkularismus und der gesetzliche Schutz der demokratischen Grundrechte für jeden Bürger sind die wohl bedeutendsten Faktenidie die Türkei von vielen ihrer Nachbarländer bis heute unterscheiden.
Jeder soziale und institutionelle Wechsel hinterläßt auch seine Spuren in der Landschaft.Die Reformen in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderst beschleunigen den Modernisierungskurs in der Türkei.Ihn begleitteten jedoch sorgfältige Maßnahmen,um die Weiterentwicklung von Tradition und Kultur zu sichkern.Die landschaftlichen Veränderungen waren signifikant,aber nicht in der heutigen Großennordnung.
Mit dem Straßenbauprogramm nach 1950 und den Reformen zur Einführung der Freien Marktwirtschaft in den frühen achziger Jahren begann eine zügellose landschaftliche Umwandlung.Einerseits ist das Land wie elektrisiert von der Vitaltät seiner jungen Bevörkerung,die von dem Wirtschaftsboom mit seinen unendlichen Möglichkeiten nach Art der Neuen Welt profitieren will.Aus der Generation der Bauern und Soldaten,die sich den Staat als”Devlet Baba”(Väterchen Staat) vorstellten,der schon für sie sorgen wird,ging die der Unternehmer hervor.
Andererseits ist die Möglichkeit,baß alle Bande sowohl
mit der Vergangenheit als auch mit der Natur reißen,der Verwirklichung noch nie
so nahe wie heute.Der fortschreitende Prozeß der landwirdschaftlichen
Industrialisierung verdrängt die schmackhaften anatolischen Spezialitäten
zugunsten der internationalen Messenimbisse.Hühnern,Kühen und Schafen wird im
Namen der Entwicklung eine miserable Existenz und geschmacklose Uniformität
zugewiesen.Noch läßt uns die mollige türkische Hausfrau nicht im Stich,die beim
Einkauft ihrem Insttinkt und Geschmack vertraut.Aber wird es ihr auch gelingen,ihre
Trochter in den schicken jeans auf diese “altmodische”Art einzuschwören ?
Zusammen mit den Freiheiten der Marktwirtschaft wurde
die Verantwortung für viele öffentliche Entscheidungen lokalen
Verwalttunggsapparaten übertragen.Vielleicht werden Sie einmal während der
allgemeinen Wahlen in der Türkei sein und einen Prozeß
beobachten können,der
fast überall auf der Welt längs in der tecnischen Ära der Monitore untergegangen
ist,wo monströse Wahlkampangen das normale Volk nur noch über elektronische
Medien erreichen.In der Türkei finden Wahlen auf Plätzen,in den Straßen,im
Kaffehaus statt,und das ganze Land gleicht einem Tollhaus.Die Autofahrer sind
noch gereizter als im”Normalzustand,
grummeln wegen der parmanenten Verkehrsstaungen,aber die Wahlbeteiligungsrate schlägt alle Rekorde.
Der Türkei ist bekannt für seine Genialität,seine Schlagfertigkeit und seine Anpassungsfähigkeit,wenn mani hm nur eine kleine Chance bietet.In diesem Klima der Demokratie und des lokalen Engagements ist es mehr als wahrscheinlich,daß die Experrimente der neuen Ära erfolgreich verlaufen und die türkische Landschaft weiterhin eine harmonische und unterstützende Verbindung mit ihrem Volk reflektieren wird.
TEILNAHME AM TÜRKISCHEN LEBEN
Jede Landschaft in der Türkei bildet den Hintergrund für Menschen und Ereignisse des täglichen Lebens.Sich zu vergegenwärtigen, daß man nicht nur ein Betrachter, sondern ein aktiver Teilnehmer am Leben dieses Landes sein kann, is vielleicht die erfreulichste Entdeckung Ihrer Reise.
Wie bei allen
anderen zwischenmenschlichen Beziehungen ebenfalls muß auc dem Verhältnis
zwischen Gast und Gastgeber eine gleichberechtigte Partnerschaft zugrundeliegen.Das
schreiben gegenseitige Achtung und Verantwortung als oberstes Prinzip vor, da
die beiden Parteien eine sehr unterschiedliche Lebensauffasung haben.
Es ist noch gar nicht lange her, seit die türkische Bevölkerung die Tourismus-Arena erstmals betreten hat- nur ausgerüstet mit ihrem hervorstechendsten Charakterzug, der taradititonellen Gastfreundschaft.Knowhow und technische Finessen kamen erst allmählich.Obwohl die heutige Türkei über eine moderne touristische Infrastruktur verfügt, bilden Herzlichkeit und Höflichkeit immer noch die Hauptmotive.Die Türken sind das Tourismusabenteuer nicht nur oder in erster Linie unter finanziellen Gesichtspunkten eiingegangen.Von Menschen aus anderen Ländern verstanden und geliebt zu werden, von ihren zu lernen und sich mit ihren auf der gleichen Ebene zu bewegen, sind die eigentlichen Gründe.
Betrachten Sie
die Anstrengungen um Kontaktaufnahme bitte unter diesem Aspekt.Man zieht es eher
vor, eine dauerhaft5e
Bekanntschaft zu schließen, Karten, Briefe, Geshenke
auszutauschen ansatt eine “angemessene Bezahlung” oder ausgiebige Trinkgelder zu
erhalten! Das dürfte sich im Laufe der zunehmenden Tourismusindustrialisierung
ändern, ist aber gegenwärting noch der Fall.
Fangen wir mit der Begrüßung an:Sie umfaßt den Willkommensgruß, die Umarmung, den beidseitigen Wangenkuß, gefolgt von Fragen nach dem Ergehen der sich begrüßenden Personen, ihrer Familie und dem Gang der Geschäfte und ist ein bedeutsames Ritual.Es wird erwartet, daß das gesunndheitliche Befinden aller dabei Anwesenden ebenfalls gründlich erörtert wird, bevor mana uf andere Themen zu sprechen zu sprechen kommt.
Dieser Begrüßungszeremonie wird an
religiösen Feirtagen noch mehr Bedeutung beigemessen. Junge Leute besuchen die
älteren Familienmitglieder, Freunde besuchen einander, um die Verbindung erneut
zu festingen.Kinder erhalten Geld und Geschenke, soziale Verpflichtungen werden
erfüllt.Wie überall sind das freudige Anlässe.Auf jeden Fall unterstreichen
diese Zelebrationen traditionelle soziale und geistige Aspekte, wobei ein
gewisses Maß an gutem Benehmen und gepflegtem Aussehen einfach erwartet wird.
Im gesellschaftlichen Beisammensein
ist es, obwohl man gemeinsam in einem Raum sitzt, üblich, nach Geschlechtern
getrennt eine Unterhaltung anzufangen.Wenn diese lebendiger wird, kann es
durchaus passieren, daß alle durcheinander reden oder auch Plätze gewechselt
werden, damit sich die Gesprächspartner eingehender unterhalten können, wobei
dann die Frage ‘männlich oder weiblich’ keine Rolle mehr spielt.Partys, auf
denen alle herumstehen und laufend die Gesprächspartner wechseln, sind außer in
den großen Städten noch nicht sehr üblich.
Während eines Besuches werden Süßigkeiten, Kaffee, Tee mit Kuchen oder Keks und/oder Früchte serviert.Selbst ein kurzer Besuch wird immer lang genug sein, um einen Tee, einen Kaffee oder ein Kaltgetränk anzubieten, was der Fall ist, sobald man sich hingesetzt hat.Daß Kinde ram Leben der Erwachsenen teilnehmen, wird als völling normal betrachtet.Sie einem Babysitter zu überlassen, ist sehr selten.Von jungen Leuten wird erwartet, daß sie.Älteren respektvoll begegnen, was sich darin äußert, daß man nicht redet, bevor der Ältere es getan hat und ihm seine Unterstützung anbietet, wann immer sie erforderlich ist.
Es könnte die Leute verwirren, wenn Sie eine Einladung zum Essen in iher Wohnung ausschlagen.Während des essens ist es üblich, die Speisen dem Gast mehrmals und mit Nachdruck anzubieten.Es wird erwartet, daß der Gast nach mehrmaliger Aufforderung zugreift.Die Tafel zu verlassen, bevor man nicht gebeten wird, sich woanders niederzulassen, gilt als unhöflich, eine Gesellschaft abrupt zu verlassen, ebenfalls.Die Verabschiedung erfordert etwa dieselbe Zeitspanne wie die Begrüßung.Manchmal brýngen die Gäste Blumen oder Süßigkeiten mit.
Die geschäftlichen Beziehungen
werden ebenso eingeleitet wie die privaten, nur in den meisten Fällen ohne
Umarmung und Wangenkuß.Bei Tee, Kaffee, Alkoholischem oder beim Essen wird der
Stand der Dinge erörtert.Sogar bei einem gabz normalen Einkauf werden oft ganz
persönliche Dinge zwischen Käufer und Verkäufer besprochen.Eline
Auseinandersetzung ist nicht nur eine solche zwischen zwei Parteien mit
gegensätzlichen Ansichten, sondern auch gesellschaftlicher Hickhack, der genauso
aufgefaßt werden sollte.Bei einigen Themen sollte man jedoch vorsichting sein.Sie
betreffen die Nationalfahne, die Armee, das Land und die Religion.Obwohl die
Leute mit großern Vergnügen diesbezügliche Fragen beantworten, sind sie sehr
empfindlich in Bezung auf die auch nur leiseste Kritik und sei es ein faires
Spiel und nur wenige Menschen lieben es, soviel und so gerne über Politik zu
sprechen wie die Türken.
Zusammenfassend wäre zu sagen: ein Gast kann ruhing einen Fauxpas begehen, aber was ins Gewicht fällt, ist die dahinter verborgene Absicht.Die Akzeptanz der Gleichheit und die Erweisung von Achtung wird den Türken schnell versöhnen und alles ist wieder in Ordnung.Genießen Sie Ihren Besuch!Wir wünschen es Ihnen!